Klappsessel Splitback Eik
Neuheit
Innovation Living
Klappsessel Splitback Eik
Klappsofa Splitback Frej
Neuheit
Innovation Living
Klappsofa Splitback Frej

Ein Möbel für Wohnzimmer und Gästezimmer

Ein Schlafsofa übernimmt zwei Aufgaben, die sich auf den ersten Blick widersprechen: Es soll ein bequemes Sofa sein, an dem sich der Tag verbringen lässt, und zugleich eine vollwertige Schlafgelegenheit, auf der ein Gast tatsächlich erholsam übernachtet. Wer beide Funktionen ernst meint, sollte nicht beim erstbesten Kompromiss bleiben. Ein Modell, das nur in der einen Disziplin überzeugt, enttäuscht in der anderen. Gute Modelle erkennt man daran, dass sich das Sitzen nicht wie auf einem Bett mit Rückenkissen anfühlt und das Liegen nicht wie auf einer durchgesessenen Couch. Ausschlaggebend sind die Konstruktion, die Mechanik des Aufklappens und die Qualität der Matratze, die unter der Sitzfläche verborgen liegt.

Wann ein Schlafsofa sinnvoll ist

Die Frage nach Bett oder Schlafsofa hängt davon ab, wie häufig die Schlaffunktion tatsächlich genutzt wird. Bei täglicher Nutzung als Hauptschlafplatz ist ein vollwertiges Bett die ergonomisch bessere Wahl, weil selbst gute Schlafsofa-Matratzen nicht die Schichthöhe und Anpassung einer ausgewachsenen Matratze erreichen. Bei gelegentlicher Gästenutzung von einigen Nächten pro Monat spielt das Schlafsofa dagegen seine Stärke voll aus. Es verbindet die Hauptfunktion als Sofa im Wohnzimmer mit der gelegentlichen Bettstatt, ohne dass ein eigenes Gästezimmer freigehalten werden muss.

Eine dritte Konstellation ist das kleine Apartment, in dem das Schlafsofa zum täglich genutzten Bett wird. Hier lohnt der Aufpreis für ein hochwertiges Modell mit echter Matratzenkonstruktion deutlich. Wer auch im Schlafsofa Wert auf hochwertige Liegequalität legt, findet bei den Matratzen einen Anhaltspunkt für die übliche Schichthöhe und Federung klassischer Bett-Matratzen. Wer Stauraum braucht, sollte beim Kauf auf einen integrierten Bettkasten achten, in dem sich Decken und Kissen tagsüber verstauen lassen. Das spart Platz im Schrank und vereinfacht den nächtlichen Aufbau erheblich.

Wie aus dem Sofa ein Bett wird

Drei Mechaniken haben sich durchgesetzt, und sie unterscheiden sich in Komfort, Aufwand und Liegequalität. Der Klappmechanismus ist die häufigste Variante: Die Rückenlehne wird nach vorn geklappt oder hinten abgesenkt, sodass Sitzfläche und Lehne zusammen die Liegefläche ergeben. Das funktioniert sekundenschnell ohne Aufwand, hat aber den Nachteil, dass die Faltlinie zwischen Sitz und Rücken spürbar bleibt. Beim Auszugsmechanismus wird die Liegefläche unter der Sitzfläche hervorgezogen, häufig in mehreren Faltsegmenten. Die entstehende Liegefläche ist meist breiter, der Vorgang aber aufwendiger und braucht Platz vor dem Sofa.

Eine dritte Variante ist die Wandelmechanik, bei der die Sitzfläche nach vorn rollt und sich die Rückenlehne darüber waagerecht legt. So entsteht eine geschlossene Liegefläche ohne Naht in der Mitte. Diese Konstruktion ist die komfortabelste, zugleich aber die teuerste. Wichtig bei allen Mechaniken ist die Federung unter der Auflage: Eine Nosagfederung (Wellenfeder) bietet ein deutlich besseres Liegegefühl als ein einfacher Lattenrost-Ersatz und ist heute bei hochwertigen Schlafsofas Standard.

Liegefläche, Polster und Bezug

Die Liegefläche eines Schlafsofas reicht von Einzelbett-Maßen bis zur vollen Doppelbettgröße:

  • Einzelliegefläche: 80 bis 100 cm Breite x 200 cm Länge, ausreichend für eine erwachsene Person
  • 1,5-Personen-Liegefläche: 120 bis 140 cm Breite x 200 cm Länge, bequemer für eine Person, knapp für zwei
  • Doppelliegefläche: 160 bis 180 cm Breite x 200 cm Länge, vollwertige Bettstatt für zwei Personen
  • Polsterhärte: bei täglicher Schlafnutzung mittelfest, bei gelegentlicher Nutzung kann der Polster fester gewählt werden, weil die Sitzfunktion im Vordergrund steht
  • Polsterhöhe: mindestens 12 bis 15 cm Sitzschaum plus 3 bis 5 cm darüberliegende Auflage, damit das Polster dauerhaft formstabil bleibt
  • Bezug: abnehmbar und waschbar ist bei Schlafsofas besonders wichtig, weil sie sowohl Sitz- als auch Liegespuren sammeln

Material und Konstruktion

Ein Schlafsofa wird in zwei Disziplinen beansprucht und sollte dafür ausgelegt sein. Das Gestell besteht meist aus Holz oder Metall. Metallgestelle sind heute bei hochwertigen Schlafsofas Standard, weil sie die mechanische Belastung des Klappvorgangs über Jahre tragen, ohne sich zu verziehen. Holzgestelle wirken wohnlicher, sind bei häufiger Klappnutzung aber anfälliger für Spiel an den Verbindungen.

Bei den Bezugsstoffen haben sich drei Materialgruppen etabliert. Webstoffe aus Polyester- oder Baumwoll-Mischungen sind die häufigste Wahl, robust und in vielen Farben verfügbar. Filz und Wollmischungen, wie sie etwa bei einigen skandinavischen Modellen verwendet werden, haben eine besondere haptische Qualität und sind bei guter Verarbeitung sehr scheuerresistent. Leder ist die langlebigste, aber auch teuerste Variante und reagiert empfindlich auf Reinigungsmittel. Wer das Schlafsofa um eine Sitzgruppe ergänzt, findet bei den Sesseln und ergänzenden Kissen die passenden Möbel.

Marken und Designansätze

Im Schlafsofa-Sortiment von Cairo prägen zwei dänische Hersteller das Bild, die beide auf jahrzehntelange Spezialisierung in diesem Möbelsegment zurückblicken. Softline entstand 1979 als Geschäftsbereich eines Polyurethanschaum-Herstellers, woraus sich der Name als weiche Linie erklärt, und ist seit 2003 eigenständig. Der erste große Verkaufserfolg war eine Schlafcouch des dänischen Designers Kurt Brandt (1935 bis 1997). Brandts Handschrift prägt das Schlafsofa-Programm bis heute: eine minimalistische Formensprache in der Tradition des dänischen Designs, Klapp- und Kippmechaniken mit verstellbaren Rückenrollen sowie Nosagfederungen unter Kaltschaumpolstern. Aktuell gestaltet das Duo busk+hertzog (Flemming Busk und Stephan Hertzog) das Softline-Programm. Charakteristisch sind die Filzbezüge mit hohem Wollanteil, etwa siebzig Prozent Schurwolle plus Polyamid, die Softline gezielt auf Scheuerresistenz und Lichtechtheit testet.

Innovation Living aus dem jütländischen Randers ist seit 1989 auf multifunktionale Schlafsofas spezialisiert und gilt international als einer der führenden Hersteller dieses Segments. Im Mittelpunkt des Programms steht der dänische Designer Per Weiss (geboren 1959), Creative Director des Innovation Living Design Office International. Weiss begann seine Karriere als professioneller Musiker, studierte dann Architektur in Aarhus und entwirft heute den Großteil der bei Cairo geführten Modelle. Seine Klappsofas verwandeln sich über leichtgängige Mechanismen in eine vollwertige Schlafgelegenheit, ohne dass das Sofa diese zweite Funktion optisch vorwegnimmt. Die Modelle teilen den Anspruch, Schlafsofa und Sofa mit gleicher Sorgfalt zu lösen und beide Funktionen ohne Abstriche zu erfüllen. Für die Auswahl ist vor allem entscheidend, wie häufig ein Modell zwischen Sitzen und Schlafen wechselt. Je intensiver die Nutzung als Bett, desto wichtiger werden Matratzenstärke, Federung und Bezugsqualität.

Häufige Fragen zu Schlafsofas

Bei gelegentlicher Gästenutzung von wenigen Nächten pro Monat ist nahezu jedes hochwertige Schlafsofa geeignet. Bei wöchentlicher oder täglicher Nutzung sollte das Modell explizit als Daily-Use-tauglich ausgewiesen sein. Das bedeutet stärkere Federung, hochwertigere Matratzenkonstruktion und robustere Mechanik. Wer das Schlafsofa als dauerhaften Hauptschlafplatz nutzt, sollte ein Modell mit Wandelmechanik und vollwertiger Matratze wählen oder den Kauf eines klassischen Bettes in Betracht ziehen.

Für eine einzelne Person reichen 80 bis 100 cm Breite bei 200 cm Länge, für eine bequeme Einzelnutzung empfehlen sich 120 cm Breite. Für gelegentliche Übernachtungen zu zweit ist 140 cm Breite die Untergrenze, besser sind 160 cm. Bei häufiger Nutzung zu zweit sollte die Liegefläche 180 cm Breite erreichen, was viele moderne Schlafsofas in der Doppelversion bieten. Vor dem Kauf lohnt es sich, die ausgeklappte Tiefe im Raum auszumessen, weil viele Schlafsofas im aufgeklappten Zustand 100 cm und mehr nach vorn ausladen.

Hochwertige Modelle mit Nosagfederung und mindestens 15 cm Polsterhöhe sind für mehrere Nächte am Stück gut geeignet. Für längere Phasen oder bei Rückenproblemen lohnt ein Modell mit echter Matratzenkonstruktion, also einem ausziehbaren Lattenrost-Boden und einer eigenständigen Matratze, die nicht zugleich Sitzpolster ist. Diese Varianten sind teurer, kommen einem ausgewachsenen Bett aber spürbar nahe.

Abnehmbare Bezüge lassen sich nach Pflegehinweis meist bei 30 bis 40 Grad waschen, Filz- und Wollbezüge brauchen oft eine Trockenreinigung. Fest verbaute Bezüge werden mit Polsterschaum oder einem milden Reinigungsmittel und vorsichtigem Abtupfen gereinigt. Wichtig ist außerdem, die Mechanik gelegentlich zu prüfen: Lose Schrauben am Klappmechanismus lassen sich nachziehen, bevor sie Spiel im gesamten Möbel verursachen.

Bei Modellen mit fest integrierter Polsterung in der Sitzfläche ist das nicht ohne weiteres möglich, hier ist die Matratze konstruktiver Teil des Sofas. Bei Modellen mit echter, herausnehmbarer Matratze und Lattenrost ist der Austausch dagegen möglich, vergleichbar mit einem klassischen Bett. Wer langfristig die Schlafqualität verbessern möchte, sollte beim Kauf auf diese Bauweise achten. Sie ist preislich höher angesiedelt, lohnt aber bei häufiger Schlafnutzung deutlich.